Ginsend in den Untergang

Veröffentlicht: August 27, 2013 von sieleben in Massenmedien, Naher Osten, Politik
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Ich sitze gerade vor meinem Laptop und weiß nicht so richtig, was ich überhaupt schreiben soll. Ich bin derart enttäuscht und angewidert von der Welt, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Die ganzen letzten Tage habe ich damit verbrachte die Berichterstattung zum Syrien-Konflikt zu verfolgen und nun bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich die Hoffnung auf eine friedliche Lösung aufgegeben habe. Alle Zeichen stehen auf Sturm und unsere „freien Medien“ leisten propagandistische Vorarbeit für die Aggressoren aus London, Tel-Aviv und Washington.
Die Argumentation der Kriegstreiber ist wieder einmal so fadenscheinig, lückenhaft und an den Haaren herbeigezogen, dass ich beinahe mehr über die Unverfrorenheit dieser offensichtlichen Propaganda erschüttert bin, als über den bevorstehenden Krieg in Syrien. Seit Wochen tun die PR-Agenturen der USA, sprich die „freien Medien“, nichts anderes, als einen Krieg herbei zu schreiben. Ich will wirklich mal wissen, wie sich so ein „freier Journalist“ fühlt, wenn er gerade dabei ist einen möglichen Weltkrieg zu rechtfertigen, der auf uns zukommen könnte? Wie kann man eine derartige HURE sein, um nicht mal einen Augenblick inne zu halten und die alternativen Fakten des Syrienkonfliktes zu recherchieren und zu veröffentlichen? Dieses Journalistenpack macht sich meiner der Kriegstreiberei schuldig, indem sie ihrer definierten Aufgabe nicht geht und der Öffentlichkeit noch vorspielen, sie würden „gründlich und ergebnisoffen recherchieren“.

Der US-amerikanische Außenminister Kerry ließ gerade verlautbaren, dass seine Regierung „überzeugende Beweise“ für einen Chemiewaffeneinsatz der Assad Truppen hätte. In die gleiche Posaune blasen der britische und französische Premierminister Cameron und Hollande ja schon seit Wochen.  Komischerweise beglückt er uns keiner der Staatschefs mit einem einzigen stichhaltigen Argument, was denn nun jene ach so überzeugenden Beweise denn eigentlich sein sollten. Auf tagesschau.de steht dazu Folgendes, was ja an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten ist:

Allein die in den sozialen Medien verfügbaren Videos würden das Leiden der betroffenen Familien verdeutlichen. Die Anzahl der Opfer, deren Symptome und Aussagen von Nichtregierungsorganisationen wie „Ärzte ohne Grenzen“ belegten, dass es sich um einen Angriff mit chemischen Waffen gehandelt habe.

Das sind nun die „überzeugenden Beweise“? Videos auf sozialen Medien? Rechtfertigt man hier gerade einen möglichen Weltkrieg mit Videos auf YouTube, die jeder hochladen könnte, die aus jedem Krieg stammen könnten und die schlichtweg gefälscht sein könnten? Wie z.B. im Falle der vermeintlichen „Massakers von Houla“ im Mai 2012. Dort hatten „syrische Aktivsten“ die BBC mit Fotomaterial versorgt, welches die Gräueltaten des „Assad Regimes“ dokumentieren sollten.  Dabei stammten die Fotos aus dem Irak-Krieg und wurden in 2003 vom Fotographen Marco di Lauro gemacht, wie Freeman auf ASR bereits berichtete.

Außerdem…. Es bestreitet doch niemand, dass es hier Chemiewaffen im Damaskus zum Einsatz gekommen sind. Es geht doch um die Frage WER jene Waffen eingesetzt hat. Ohne auch nur einen einzigen Beweis liefern zu können, verurteilte der Westen Assad. Der gesunde Menschenverstand alleine reicht doch aber aus, um jene  Darstellung zumindest anzuzweifeln. Man muss sich doch nur mal die Situation in Syrien vergegenwärtigen: Die regulären syrischen Truppen sind am Gewinnen. Sie erobern Dorf um Dorf zurück und den „Rebellen“ schwimmen die Felle davon. Zwei Tage nachdem nun die UN-Waffeninspektoren eintreffen, um frühere vermeintliche Chemiewaffeneinsätze zu überprüfen, soll die syrische Armee Zivilisten mit eben solchen Chemiewaffen angegriffen haben; nur wenige Kilometer  vom Hotel der Inspektoren entfernt. Total logisch. Absolut logisch, dass die so etwas machen sollten….
Der Heuchler Obama hat diesen Rebellen mit seiner Äußerung zum „Überschreiten der roten Linie“ doch direkt ein Motiv gegeben, um ebene einen solchen Angriff selbst zu inszenieren. Diese Geschichte ist doch so durchschaubar wie ein Glas Wasser.  Dass diese ganze Argumentation totaler Humbug ist, hat Prof. Dr. Günter Meyer schon mehrfach ausgearbeitet; wurde aber im Mainstream nicht gehört. Aber nein, von Seite des „freien Westen“ wird diese absolut logisch und einleuchtende Möglichkeit nicht mal anerkannt.
Das zeigt doch genau zwei Dinge: Erstens sind sie an keiner objektiven Betrachtung der Faktenlage interessiert und wollen lediglich eine Verurteilung Assads, um damit den Weg zu einem Krieg zu ebnen und zweitens halten sie die Weltbevölkerung für absolute VOLLIDIOTEN. Nach zig Kriegen, die einzig und alleine auf LÜGEN aufgebaut waren, will man uns hier das nächste Märchen auftischen.

Es ist doch das gleiche Vorgehen, wie in Vietnam, Afghanistan, dem Irak oder Libyen. Immer die gleiche Scheiße: Ein stabiles System, in dem man wirtschaftliche- und politische Verfolgt wird destabilisiert. Man nutzt die Massenmedien um das Bild eines „wahnsinnigen Diktators“ zu malen. Diese schlimmen, schlimmen „Diktatoren“ sind komischerweise meist über Jahrzehnte Verbündete des Westens gewesen, bis sie dann halt mal in Ungnade fallen; falscher Ort zur falschen Zeit. Darauf werden fadenscheinige „Beweise“ für eine Bedrohung des Westens, vermeintliche Angriffe auf US-Einrichtungen oder Menschenrechtsverletzungen konstruiert. In der Syrien-Propaganda nutzt man nun die „Massenvernichtungswaffe“ und „Menschenrechtsverletzung“, um die öffentliche Meinung auf Krieg einzustimmen. Ich frage mich wieso die UN überhaupt Inspektoren nach Syrien geschickt hat, wenn diese überhaupt nicht in der Lage sind zu bestimmen, wer jene Waffen eigentlich eingesetzt hat und es offenbar für die US-Aggressoren sowieso völlig egal ist, was sie sagen.
Man hat ja Videos aus sozialen Netzwerken und den US-Geheimdienst. Dieser hat sich ja in der Vergangenheit mit so viel Ruhm bekleckert, dass vollstes Vertrauen in seine Aussagen gerechtfertigt wäre.  Ich sage nur Saddams „Massenvernichtungswaffen“. Für jenen Fehler haben Hunderttausende Iraker Zivilisten ihr Leben gelassen, nachdem ihr Land in einem 10 Jährigen Besatzungskrieg mit Uran-Geschossen verseucht wurde. DAS sind humanitäre Katastrophen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das müsste geahndet werden. Bush, Cheney, Obama, Blair, Cameron…. Das sind die wahren Kriegsverbrecher, denen der Prozess gemacht werden müsste.

Ein weiterer Höhepunkt ist ja nun die Aussage  von Kerry der Giftgaseinsatz sei eine „moralische Obszönität, die die Welt schockieren sollte“. Ja, natürlich sollte das die Welt schockieren! Vor allem dass die „Rebellen“ in der Lage sind zu solchen Mitteln zu greifen, um die NATO in einen Krieg zu bringen. Wer nun diese „Rebellen“ eigentlich sind, wird ja auch gerne verschwiegen. Es wird immer so getan, als wären das freiheitsliebende Demokraten, die mit der „Diktatur“ in Syrien unzufrieden seien. Nichts könnte weiter von der Wahrheit  entfernt liegen!
Es sind lokale Machthaber mit eigenen Interessen, Söldner und radikal-islamistische Dschihadisten. Es sind Al-Quaida Anhänger, die aus Afghanistan, dem Irak und Libyen kommen, um nach dem Sturz vorheriger stabiler Systeme auch in Syrien einen Gottesstaat und Scharia etablieren zu können. Das ist doch alles kein Geheimnis. Diese Leute werden nun mit Waffen und Ressourcen durch die USA, Großbritannien und Frankreich versorgt. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! In anderen Teilen des Nahen Osten kämpfen die US Truppen gegen eben jene Fanatiker, die in Syrien unterstützt werden. Das ist doch einfach nur verrückt!
Dass diese Terroristen in der Lage sind einen Giftgas-Anschlag auf Zivilisten zu verüben, ist ja wohl unbestritten. In allen Teilen des Nahen Ostens kommt es immer wieder zu Anschlägen, bei denen vornehmlich Zivilisten sterben. Und nun mal Fakten: Im Mai wurden zwei Anhänger der Al-Nusra-Front (Rebellen) an der türkischen Grenze festgenommen. Was hatten sie im Gepäck? 2 KG Sarin Kampfgas. Eben jenes Gas, das angeblich von der syrischen Armee eingesetzt wurde. Was soll man da noch sagen? Man erwischt sie mit dem Gas und das Ganze ist offensichtlich immer noch nicht Grund genug, um zu vermuten, dass sie hinter dem „Massaker von Damaskus“ stecken könnten. Jetzt behauptete gestern Cameron und Kerry, dass nur die Assad-Truppen in der Lage wären solche Chemiewaffen einzusetzen. Wie bitte kommt man denn auf diese Idee, nachdem doch die „Rebellen“ bewiesenermaßen über solche Mittel verfügen?

Die Einzigen, die in dieser Lage einen halbwegs kühlen Kopf bewahren, sind die Russen und Chinesen, die eben oben genannten Überlegungen laut aussprechen . Der Höhepunkt der Kriegstreiberei ist ja nun die Reaktion der USA. Für Mittwoch angesetzte bilaterale Gespräche zu Syrien zwischen Russland und den USA wurden einfach abgesagt; und zwar durch die Amerikaner! Es könnte hier zu einem Weltkrieg kommen und die Amis haben es nicht mal nötig, um sich mit den Russen zu treffen? Kann mir das mal einer erklären?

Alles Heuchler und Lügner! Auch die „EU“ bekleckert sich ja momentan nicht mit Ruhm. Da ist z.B. bei welt.de Folgendes zu lesen:

Wir haben gesehen, dass die syrischen Behörden ihnen gestern nur 90 Minuten an Ort und Stelle gegeben hatten“, sagt ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. „Sie müssen in der Lage sein, eine eingehende Untersuchung vorzunehmen.“ Der Sprecher verurteilt den Beschuss eines Autos der UN-Inspekteure am Montag: „Die Hauptverantwortung für ihre (der Inspekteure) Sicherheit liegt bei der syrischen Regierung.“ Er ergänzt: „Aber alle Seiten müssen dafür sorgen, dass die Inspekteure ihre Arbeit sicher, wirksam und unter bestmöglichen Umständen tun können.

Auch das ist an Heuchlerei nicht mehr zu überbieten. Erst gestattet Assad den Inspektoren die Einreise. Dann hält er sie zurück, weil die Lage nicht sicher genug ist. Daraufhin tönt die ganze Welt, dass ja klar wäre, warum er sie zurückhält, nämlich um Beweise zu vernichten. Am Montag werden sie dann bei der ersten Untersuchung von „Heckenschützen“ beschossen, worauf sie abbrechen mussten. Und jetzt wird wieder behauptet, dass ihnen nicht genügend Zeit eingeräumt wird. Wie es Assad macht, macht er es falsch. Er und die syrische Regierung haben doch offensichtlich gar keine Chance ihre Unschuld zu beweisen.

Der einzige Lichtblick in diesem Moment ist die Reaktion der Bevölkerungen. Laut einer Spiegel-Umfrage lehnt eine übergroße Mehrheit der Deutschen ein Eingreifen in Syrien ab. Selbst die gehirngewaschene US-Bevölkerung scheint die Lügen der US-Regierung und ihrer Verbündeten zu durchschauen. Hier sprechen sich nur 9% für einen Einsatz aus.
Aber Leute… was hilft es denn? Der NSA Skandal und das Vorgehen im Syrien-Konflikt zeigen doch, dass es unseren Regierungen einfach EGAL ist, was das Volk denkt. Sie wischen Proteste und Gegenargumente einfach weg und machen weiter wie gehabt. Da wird mal behauptet die Sache „sei vom Tisch“ und alles ist in Butter?

Die Amerikaner wollen diesen Krieg, weil ihr Land am Ende ist. Die USA sind pleite. Ihre Wirtschaft ist am Arsch, die Bevölkerung verarmt und im Oktober wird wieder einmal eine Schuldenobergrenze erreicht. Sie sind ein sterbender Riese, der jetzt noch mal um sich schlägt. Obama braucht diesen Krieg, um sich noch etwas über Wasser halten zu können. Deshalb wird so völlig irrational und entgegen jeder Vernunft gehandelt. Alleine das Abbrechen der Friedensverhandlungen mit Russland zeigt, dass es für die USA und Großbritannien nur einen Weg gibt. Sie reiten uns womöglich damit alle in den Untergang.

Kommentare
  1. Michael Rupf sagt:

    Macht einfach immer wieder was ihr schon immer mal tun wolltet,
    irgendwann werdet ihr bereuen nicht alles getan zu haben was ihr wolltet.

  2. Susanne sagt:

    Hey sieleben,
    du sprichst mir wirklich aus dem Herzen.
    Aber irgendwie scheint ein einzelner Mensch dieser anscheinend schon lange beschlossenen Bedrohung ziemlich machtlos gegenüber zu steten.
    ……oder vielmehr: was fangen wir jetzt mit unserem Wissen an???

    • sieleben sagt:

      Hallo Susanne,

      Mit dieser Frage kämpfe ich schon seit Jahren und habe bisher noch keine wirklich gute Antwort gefunden. Aber, ich möchte ein bißchen ausholen:

      Ich beschäftige mich seit meiner Jugend, nun etwa 15 Jahre, mit Politik. In dieser Zeit habe ich natürlich unterschiedlichste Phasen durchlebt und bin unterschiedlichen Ideologien gefolgt. Diese waren teilweise relativ verschieden, hatten aber im Grunde immer mindestens einen gemeinsamen Nenner; nämlich, dass sich meine Vorstellung von einer Welt/Gesellschaft grundlegend von der Realität unterscheidet. Aus diesem Grund sehe ich mich als „Revolutionär“, da meine Vorstellung lediglich durch eine Revolution (wie die denn auch aussieht) zu bewerkstelligen ist.

      Als Revolutionär muss man einfach 2 Dinge erkennen: Erstens, man kann nie Teil einer „Massenbewegung“ werden, da die Masse per Definition höchstens Mittelmaß erreichen kann. Deshalb führt es nur zu Frust, wenn man versucht „die Masse“ von seinen Glaubenssätzen zu überzeugen. Das habe ich lange versucht und bin immer wieder gescheitert. Gegen die 24/7 Propaganda aus den Medien, die Erziehung durch Heuchler-Eltern und die gesellschaftliche Realität kommst man ebenen einfach nicht an.

      Daher ergibt sich die zweite Erkenntnis, nämlich dass man sich in kleinen elitären Gruppen zusammenfinden muss. Eben mit Gleichgesinnten, die genauso revolutionäre Gedanken haben, wie man selbst. In solchen Gruppen verschwendet man eben nicht seine Zeit damit die eigenen Anhänger von der Tragweite der Problematik zu überzeugen, sondern eben gezielte Aktionen durchzuführen. Daher kann ich Dir nur anraten solche Personenkreise zu suchen und Dich zu organisieren.
      Solche autarken Gruppen sind vieeellleeeicht, ganz vielleicht, mal in der Lage genügend Momentum zu erzeugen, um eine revolutionäre Änderung an der Lage herbeizuführen, sofern die äußeren Umstände es ermöglichen. Ansonsten bleibt einem eben noch die Befriedigung „etwas gemacht zu haben“, was mir persönlich gut tut.

      Ansonsten muss man sich im Klaren sein, was „Wahrheit“ überhaupt ist. Das Motto meines Blogs ist ja auch „Finde die Wahrheit….“. Viele Leute verstehen das falsch und denken, dass sie diese Wahrheit hier oder irgend wo sonst finden könnten. Das ist aber eine falsche Annahme. Die große Aufgabe ist die SUCHE nach eben jener Wahrheit. Die Antwort auf jene Frage liegt mMn. in jedem selbst. Man muss in sich daher erstmal auf diese Suche begeben und nicht nur auf irgend welchen Blogs nach einer Antwort suchen und diese einfach so übernehmen. Das tut leider die übergroße Mehrheit, auch in der „Trutherszene“.

      Daher mein zweiter Rat: Begib Dich auf die Suche.

      • Susanne sagt:

        Hi sieleben,
        danke für die ausführliche Antwort.
        Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben 🙂
        …. und immer stückchenweise, jeden Tag, die Welt ein kleines Bisschen zu verbessern versuchen.
        viele Grüße

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